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  • Tokio C/TY

    Tokio C/TY

    Tokio — zwischen Neon und Tradition


    Tokio ist keine Stadt, die sich auf einen einzigen Charakter festlegen lässt.

    Sie ist laut und still, dicht und weit, traditionsverbunden und futuristisch. Zwischen Wolkenkratzern, kleinen Gassen, Schreinen, Kaufhäusern und leuchtenden Straßenzügen verändert sich ihr Gesicht manchmal innerhalb weniger Minuten.

    Vielleicht ist genau das der Reiz: Tokio muss man nicht nur ansehen – man muss es durch seine unterschiedlichen Viertel erleben.

    Von Shibuya und Shinjuku über den Meiji-Schrein und Akihabaras Electric City bis zum Kaiserpalast und der Rainbow Bridge zeigt sich die Stadt immer wieder von einer anderen Seite.


    Shibuya – mitten im Puls der Stadt

    Kaum ein Ort steht so sehr für das moderne Tokio wie Shibuya.

    Wenn sich die Ampeln ändern und Menschen aus allen Richtungen gleichzeitig die berühmte Shibuya Scramble Crossing überqueren, entsteht dieses Bild, das man sofort mit Tokio verbindet.

    Doch Shibuya ist weit mehr als diese eine Kreuzung.

    Hinter den großen Straßen liegen kleine Gassen, Cafés, Restaurants, unabhängige Geschäfte und eine lebendige Mode- und Kunstszene. Das Viertel steht für modernes japanisches Leben – für Mode, Musik, Design und eine Kultur, die sich ständig weiterentwickelt.

    Es ist ein Ort, an dem immer Bewegung herrscht.

    Leuchtreklamen spiegeln sich in den Fenstern, Züge fahren ein und aus, Menschen treffen sich und irgendwo scheint immer etwas Neues zu entstehen.

    Shibuya fühlt sich nicht wie eine Sehenswürdigkeit an. Es fühlt sich wie Tokio selbst an.


    Shinjuku – die Stadt, die niemals stillsteht

    Von Shibuya geht es weiter nach Shinjuku.

    Schon der Bahnhof vermittelt einen Eindruck von der Dimension dieser Stadt. Rund um ihn erstreckt sich ein dichtes Viertel aus Hochhäusern, Einkaufsstraßen, Restaurants, Bars und kleinen Seitenstraßen.

    Besonders am Abend verwandelt sich Shinjuku in ein Meer aus Licht und Bewegung. Neonreklamen, kleine Izakayas und enge Gassen stehen dabei unmittelbar neben den großen Boulevards und Wolkenkratzern.

    Doch Shinjuku besitzt auch eine unerwartet ruhige Seite.

    Der Shinjuku Gyoen bietet mitten in der dicht bebauten Stadt eine weitläufige grüne Oase.

    Und genau dieser Wechsel ist typisch für Tokio:

    Ruhe und Geschwindigkeit liegen manchmal nur wenige Schritte voneinander entfernt.


    Meiji-Schrein – ein Wald mitten in der Metropole

    Zwischen Shinjuku und Shibuya liegt einer unserer besonderen Orte in Tokio: der Meiji-Schrein.

    Schon der Weg dorthin fühlt sich an wie ein Übergang. Hinter den großen Torii beginnt ein weitläufiger Wald, der die Geräusche der Stadt immer weiter verschwinden lässt. Der Schrein liegt in einem rund 70 Hektar großen, von Menschen angelegten Wald mitten in Tokio. 

    Der Meiji Jingu wurde 1920 zu Ehren von Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken errichtet. Für uns ist aber weniger die Größe des Schreins beeindruckend als die Atmosphäre des Weges dorthin. 

    Man läuft durch Grün, vorbei an mächtigen Bäumen und traditionellen Torii – und vergisst für einen Moment, dass man sich gerade zwischen zwei der geschäftigsten Viertel Tokios befindet.

    Sake und Tradition

    Auf dem Weg zum Schrein entdeckt man außerdem die berühmten Sake-Fässer.

    Die mit Stroh umwickelten Fässer werden jedes Jahr von der Meiji Jingu Nationwide Sake Brewers Association gestiftet. Sie sind dekorative, leere Fässer; der dazugehörige Sake wird als Opfergabe für die Kami verwendet. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich außerdem Weinfässer aus Frankreich. 

    Gerade dieses Nebeneinander erzählt viel über die Meiji-Zeit: japanische Tradition und Einflüsse aus der westlichen Welt begegnen sich an einem einzigen Ort.

    Und genau deshalb passt der Meiji-Schrein so gut in eine Reise durch Tokio.

    Man kommt aus der modernen Welt von Shibuya und Shinjuku – und findet wenige Minuten später einen Ort, an dem Geschichte, Natur und Spiritualität im Mittelpunkt stehen.


    Vom Wald über die Stadt – unser Geheimtipp

    Und genau von hier aus lässt sich eine schöne Verbindung zu einem ganz anderen Tokio herstellen.

    Vom Meiji-Schrein und dem grünen Yoyogi geht es weiter nach Shinjuku – hinauf in die Höhe.

    Dort steht das Tokyo Metropolitan Government Building.

    Für uns ist es einer der besten Geheimtipps für Tokio, denn die Aussichtsplattformen auf der 45. Etage liegen rund 202 Meter über der Stadt und sind kostenlos

    Nach dem stillen Wald des Meiji-Schreins bekommt man hier plötzlich das komplette Gegenteil:

    Tokio liegt unter einem.

    Die beiden Türme des Regierungsgebäudes bieten einen weiten Blick über die Metropole, unter anderem auf Tokyo Bay und den Tokyo Skytree. Bei klarer Sicht kann man sogar den Fuji am Horizont erkennen. Besonders gute Sichtbedingungen gibt es häufig an kühleren Tagen im Herbst und Winter. 

    Unser Tipp

    Wenn der Himmel klar ist, lohnt sich der Weg nach oben besonders.

    Der Eintritt ist kostenlos – und man bekommt dafür einen der eindrucksvollsten Blicke über Tokio.

    Erst steht man zwischen den Bäumen des Meiji-Schreins. Kurz darauf sieht man dieselbe Stadt aus 202 Metern Höhe.

    Dieser Kontrast ist vielleicht eines der schönsten Bilder für Tokio selbst:

    Natur und Metropole. Tradition und Zukunft. Boden und Horizont.


    Akihabara – Electric City

    Ein völlig anderes Gesicht der Stadt wartet in Akihabara.

    Die Electric Town ist weltbekannt für Elektronik, Computer, Videospiele, Manga und Anime. Aus einem Zentrum für Elektronik entwickelte sich über die Jahrzehnte ein international bekanntes Zentrum japanischer Popkultur.

    Hier scheint alles etwas intensiver.

    Leuchtreklamen, Schaufenster voller Figuren, Musik aus den Geschäften und ganze Gebäude, die sich einzelnen Bereichen der Popkultur widmen.

    Akihabara könnte kaum weiter von der Atmosphäre des Meiji-Schreins entfernt sein.

    Und trotzdem gehören beide Orte zu derselben Stadt.

    Tradition und Technologie sind in Japan keine Gegensätze. Sie existieren nebeneinander.


    Der Kaiserpalast – Geschichte im Herzen Tokios

    Dann wird es wieder ruhiger.

    Im Zentrum Tokios liegt der Kaiserpalast auf dem Gelände der ehemaligen Burg Edo. Gärten, Wassergräben und historische Überreste treffen hier auf die moderne Architektur des Viertels Marunouchi.

    Wenige Minuten entfernt ragen die Glasfassaden moderner Bürogebäude in den Himmel – und dazwischen liegt eine Landschaft, die an eine völlig andere Epoche erinnert.

    Es ist ein schöner Moment, um über die Geschichte der Stadt nachzudenken.

    Tokio musste seine Vergangenheit nicht hinter sich lassen, um zu einer der modernsten Städte der Welt zu werden.

    Sie trägt sie mit sich.


    Odaiba – Tokio wird weit

    Nach den engen Straßen und hohen Gebäuden geht es ans Wasser.

    Odaiba liegt auf künstlich aufgeschüttetem Land in der Bucht von Tokio und hat sich zu einem modernen Freizeit- und Unterhaltungsviertel entwickelt. Heute findet man hier großzügige Uferflächen, moderne Architektur, Geschäfte, Restaurants und den Odaiba Marine Park. 

    Hier bekommt Tokio plötzlich eine andere Dimension.

    Die Skyline liegt auf der anderen Seite der Bucht, während sich vor einem das Wasser öffnet.

    Und dann ist da die Rainbow Bridge.


    Rainbow Bridge – zwischen Stadt und Meer

    Die Rainbow Bridge verbindet Odaiba mit dem Stadtteil Shibaura und ist längst selbst zu einem Wahrzeichen Tokios geworden. Die Brücke überspannt die Bucht und bietet sowohl vom Wasser als auch von Odaiba aus beeindruckende Perspektiven auf die Skyline. 

    Besonders am Abend entsteht ein fast filmischer Anblick: Die beleuchtete Brücke liegt vor der Skyline, während sich die Lichter im Wasser spiegeln.

    Wer Zeit hat, kann die Brücke sogar zu Fuß überqueren. Der Fußweg ist kostenlos und dauert ungefähr 20 bis 30 Minuten. 

    Für uns ist Odaiba deshalb ein schöner Abschluss eines Tages in Tokio.

    Nach Shibuya, Shinjuku und Akihabara wird die Stadt plötzlich ruhig und weit.

    Tokio bekommt einen Horizont.


    Tokio – eine Stadt voller Gegensätze

    Vielleicht ist genau diese Gegensätzlichkeit das, was Tokio so einzigartig macht.

    Shibuya ist Bewegung.
    Shinjuku ist Energie.
    Der Meiji-Schrein ist Ruhe und Tradition.
    Akihabara ist Technologie und Popkultur.
    Der Kaiserpalast ist Geschichte.
    Das Government Building öffnet den Blick über die gesamte Stadt.
    Odaiba und die Rainbow Bridge führen hinaus ans Wasser.

    Und trotzdem wirkt nichts davon wie ein Fremdkörper.

    Tokio schafft es, all diese Welten nebeneinander existieren zu lassen.

    Man kann morgens durch eine der geschäftigsten Straßen der Welt laufen, kurz darauf durch einen stillen Wald gehen, am Nachmittag 202 Meter über der Stadt stehen und am Abend an der Bucht die Lichter der Rainbow Bridge betrachten.

    Tokio muss man nicht vollständig verstehen. Man muss es erleben.


    Von Tokio nach Kamakura

    Und irgendwann entsteht nach all den Lichtern, Geräuschen und Menschen der Wunsch, die Stadt hinter sich zu lassen.

    Nicht weit von Tokio entfernt liegt Kamakura.

    Der Wechsel könnte kaum größer sein.

    Wo Tokio von Geschwindigkeit, Höhe und Dichte geprägt ist, findet man in Kamakura alte Tempel, Schreine, bewaldete Wege und das Meer. Die Stadt besitzt einen eigenen Rhythmus – ruhiger, langsamer und näher an der Landschaft.

    Nach Shibuya, Shinjuku, Akihabara und den Wolkenkratzern von Tokio führt die Reise deshalb weiter in eine andere Welt.

    Eine Welt aus Tempeln, Bambus, alten Wegen und Meeresluft.

    Vielleicht ist genau dieser Kontrast das Schönste an einer Reise durch Japan.

    Man muss Tokio nicht vergessen, um Kamakura zu entdecken.

    Im Gegenteil.

    Erst wenn man die Energie der Hauptstadt erlebt hat, versteht man, wie besonders die Ruhe von Kamakura sein kann.

    Unser nächster Stopp:

    Kamakura – Die Reise geht weiter.

    Eine Stadt, in der Geschichte, Natur und Küste aufeinandertreffen – und die sich wie ein ruhiger Gegenentwurf zur Energie Tokios anfühlt.

    C/TY – Webdesign, Branding & Fotografie aus Nürnberg.

  • Kyoto C/TY

    Kyoto C/TY

    Kyoto — eine Stadt, die bleibt

    Es gibt Städte, die man bereist. Und es gibt Städte, die man langsam entdeckt.

    Kyoto gehört zur zweiten Art.

    Zwischen alten Holzhäusern, stillen Tempelgärten, dichtem Bambus und bewaldeten Bergen entfaltet sich eine Stadt, deren Schönheit selten laut ist. Sie liegt in den kleinen Dingen: im Licht, das durch eine schmale Gasse fällt, in der Oberfläche einer handgefertigten Keramik, im Duft von Tee, im Geräusch der Schritte auf einem alten Steinweg.

    Kyoto war über tausend Jahre lang Japans Hauptstadt und hat eine Kultur hervorgebracht, in der Handwerk, Ästhetik, Natur und Alltag eng miteinander verbunden sind. Genau diese Verbindung macht die Stadt für uns so inspirierend. 


    Gion — zwischen Tradition und Gegenwart

    Unser Weg durch Kyoto beginnt in Gion.

    Die schmalen Straßen rund um Gion und Higashiyama gehören zu den eindrucksvollsten historischen Vierteln der Stadt. Traditionelle Holzhäuser, Teehäuser, kleine Restaurants und Geschäfte säumen die Wege. Dazwischen finden sich Werkstätten und Läden, in denen traditionelle Handwerkskunst bis heute weiterlebt. 

    Besonders schön ist es, Gion nicht mit einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Lieber langsam gehen. Abbiegen, wenn eine kleine Gasse interessant aussieht. Einen Tee trinken. Eine Tür mit einem ungewöhnlichen Detail entdecken.

    Denn Kyoto zeigt seinen Charakter nicht unbedingt dort, wo man ihn erwartet.

    Man muss ihn suchen.

    Gion ist zugleich ein lebendiges Viertel und kein Museum. Geiko und Maiko gehören zur Kultur des Viertels, dennoch sollte man ihre Privatsphäre respektieren und nicht ungefragt fotografieren. 


    Der Bambuswald in Arashiyama

    Dann führt der Weg hinaus aus der Stadt.

    In Arashiyama verändert sich die Atmosphäre. Das Grün wird dichter, die Berge rücken näher und zwischen den Häusern taucht der Fluss auf.

    Der berühmte Bambuswald ist zweifellos einer der bekanntesten Orte Kyotos. Doch vielleicht ist es gerade der Moment, in dem man die bekannten Wege hinter sich lässt, der besonders bleibt.

    Die Bambushalme bewegen sich im Wind, Licht und Schatten wechseln mit jedem Schritt. Alles wirkt gleichzeitig monumental und leicht.

    Und wer weitergeht, entdeckt das ruhigere Okusaga – eine Landschaft, die deutlich weniger vom Trubel der bekannten Sehenswürdigkeiten geprägt ist. Dort befinden sich auch traditionelle Teehäuser und Restaurants mit jahrhundertealter Geschichte. 

    Arashiyama erinnert daran, dass Natur in Kyoto nie weit entfernt ist.


    Kurama-dera — Worshipper’s Path

    Eine ganz andere Seite Kyotos zeigt sich nördlich der Stadt, am Berg Kurama.

    Hier liegt der Kurama-dera, ein Tempelkomplex, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht und dessen Umgebung seit Jahrhunderten von Vorstellungen über die spirituelle Kraft des Berges geprägt ist. 

    Doch für uns beginnt das eigentliche Erlebnis schon vorher.

    Der Worshipper’s Path, der gewundene Weg hinauf durch den Wald, führt vorbei an kleineren Schreinen und durch einen dichten Zedernwald. Man kann den Berg mit der Seilbahn hinauffahren – aber wer Zeit hat, sollte den Weg zu Fuß nehmen. 

    Mit jedem Schritt wird Kyoto weiter entfernt.

    Der Wald wird stiller. Die Luft verändert sich. Der Weg wird zum eigentlichen Ziel.

    Oben öffnet sich der Wald zu einem weiten Hof. Der Haupttempel liegt erhöht über den Bergen und dem Tal. Von hier führt der Weg sogar weiter über den Berg in Richtung Kibune. 

    Kurama ist ein Ort, an dem sich Natur und Spiritualität besonders unmittelbar verbinden. Die Geschichten um die Tengu, die legendären Bergwesen Japans, gehören ebenso zur Atmosphäre des Ortes wie die jahrhundertealte Verehrung des Berges. 

    Vielleicht ist genau deshalb der Aufstieg so besonders: Man kommt nicht einfach an. Man wird langsam Teil des Ortes.


    Über den Dächern von Kyoto

    Zurück in der Stadt führt der Weg nach Kiyomizu-dera.

    Der Tempel gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Kyotos. Seine berühmte hölzerne Veranda ragt über den Hang und eröffnet einen weiten Blick über die Stadt. Besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird, entfaltet dieser Ort eine besondere Atmosphäre. 

    Doch auch hier ist es nicht nur der Tempel selbst, der beeindruckt.

    Die Wege hinunter durch Higashiyama führen vorbei an traditionellen Geschäften, Keramik und kleinen Restaurants. Gerade die Verbindung von Architektur, Handwerk und Alltag macht diesen Teil Kyotos so besonders. In der Gegend entwickelte sich unter anderem die traditionelle Kiyomizu-Keramik. 

    Von oben wirkt Kyoto fast ruhig.

    Eine Stadt zwischen Bergen, Tempeln und unzähligen kleinen Geschichten.


    Fushimi Inari – ein Weg durch tausend Tore

    Am südlichen Rand Kyotos liegt der Fushimi Inari Taisha, einer der bekanntesten Shinto-Schreine Japans. Sein eigentliches Wahrzeichen sind jedoch nicht nur die Schreingebäude, sondern die unzähligen roten Torii, die sich den bewaldeten Berg hinaufziehen.

    Der Weg beginnt noch mitten im geschäftigen Schreingelände. Doch je weiter man dem Torii-Tunnel folgt, desto ruhiger wird es. Die leuchtend orange-roten Tore stehen dicht an dicht und bilden lange, fast unwirklich wirkende Korridore durch den Wald.

    Mit jedem Schritt verändert sich die Atmosphäre.

    Das Licht wird gedämpfter, die Geräusche der Stadt verschwinden und zwischen den Torii tauchen immer wieder kleine Schreine und steinerne Fuchsstatuen auf. Der Fuchs gilt in Fushimi Inari als Bote der Gottheit Inari und begegnet einem deshalb überall entlang des Berges.

    Was zunächst wie ein einzelner Weg aussieht, wird zu einem langen Aufstieg durch den Wald. Wer den gesamten Rundweg geht, braucht mehrere Stunden – aber schon ein kürzerer Abschnitt vermittelt die besondere Atmosphäre dieses Ortes.

    Und vielleicht ist genau das Faszinierende an Fushimi Inari: Man geht durch Farbe, Schatten und Wiederholung, und trotzdem wirkt kein Abschnitt ganz gleich wie der andere.

    Der Schrein ist rund um die Uhr zugänglich. Wer die berühmten Torii etwas ruhiger erleben möchte, sollte möglichst früh am Morgen oder später am Abend kommen.


    Eine Stadt, die man schmecken kann

    Kyoto ist auch eine Stadt des Essens.

    Und vielleicht lässt sich die besondere Haltung der Stadt nirgendwo besser erkennen als auf einem Teller.

    Die Küche Kyotos reicht von Kyo-kaiseki über Shojin-ryori bis zu Obanzai, dazu kommen Soba, Sushi, Tempura, Ramen und traditionelle Süßigkeiten. Die Küche ist stark von den Jahreszeiten, regionalen Zutaten und einer ausgeprägten Liebe zur Präsentation geprägt. 

    Gerade Kaiseki zeigt diese Philosophie besonders deutlich: saisonale Zutaten, zurückhaltende Aromen und eine Präsentation, bei der selbst das Geschirr Teil des Gesamterlebnisses wird. 

    Dazu eine Tasse Matcha.

    Vielleicht ein kleines Wagashi.

    Und plötzlich wird aus einer Mahlzeit ein Moment.


    Inspiration liegt im Detail

    Was Kyoto für uns so faszinierend macht, ist nicht allein seine Geschichte.

    Es ist die Art, wie Dinge gemacht werden.

    Bambus, Holz, Keramik, Textilien, Papier – Materialien, die auf den ersten Blick schlicht erscheinen, werden durch Können, Geduld und eine besondere Aufmerksamkeit zu etwas Eigenständigem.

    Auch die offizielle Kyoto-Seite beschreibt diese Verbindung von Ästhetik und Handwerk: Teezeremonie, Ikebana sowie Arbeiten aus Lack, Keramik, Holz und Bambus sind tief mit der kulturellen Identität der Stadt verbunden. 

    Und vielleicht ist das die größte Inspiration, die man aus Kyoto mitnimmt:

    Nicht alles muss laut sein, um besonders zu sein.

    Eine Struktur kann eine Geschichte erzählen.
    Eine Farbe kann eine Stimmung tragen.
    Eine handgemachte Oberfläche darf ihre Entstehung zeigen.

    Perfektion muss nicht bedeuten, dass alles gleich aussieht.

    Manchmal entsteht Schönheit gerade dort, wo man die Hand erkennt, die etwas geschaffen hat.


    Kyoto bleibt

    Am Ende sind es vielleicht nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die von Kyoto am längsten bleiben.

    Es ist der Weg durch Gion am frühen Abend.

    Das Grün des Bambus in Arashiyama.

    Der Aufstieg durch den Wald zum Kurama-dera.

    Der Blick von Kiyomizu-dera über die Dächer der Stadt.

    Der Geschmack von Matcha nach einem langen Tag.

    Und diese besondere Ruhe, die immer wieder zwischen den Geräuschen der Stadt auftaucht.

    Kyoto ist eine Stadt der Zwischentöne.

    Sie zeigt ihre Schönheit nicht auf einmal.
    Sie lädt dazu ein, langsamer zu werden.
    Genauer hinzusehen.
    Und Dinge wieder mit etwas mehr Aufmerksamkeit wahrzunehmen.

    Vielleicht ist genau das es, was von Kyoto bleibt:

    nicht ein einzelner Ort, sondern ein Gefühl dafür, wie schön es sein kann, wenn Handwerk, Natur und Alltag miteinander verbunden sind.

    Und vielleicht nimmt man dieses Gefühl ein kleines Stück mit nach Hause.

    C/TY – Webdesign, Branding & Fotografie aus Nürnberg.

  • OpenAirKlassik in Nürnberg C/TY 2026

    OpenAirKlassik in Nürnberg C/TY 2026

    Zwischen Wolken, Musik und 80.000 Lichtern.

    KlassikOpenAir in Nürnberg C/TY.

    Klassik Open Air Nürnberg 2026

    Wenn sich der Luitpoldhain an zwei Sommerabenden in eine der größten Open-Air-Konzertbühnen Deutschlands verwandelt, ist das Klassik Open Air weit mehr als ein Konzert. Familien, Freunde und Musikbegeisterte treffen sich mit Picknickdecken, genießen den Sonnenuntergang und erleben klassische Musik unter freiem Himmel.

    Ein besonderer Moment ist traditionell das Finale: Tausende Besucher zünden gleichzeitig Wunderkerzen an und tauchen den Park in ein beeindruckendes Lichtermeer. Rund 80.000 Lichter schaffen jedes Jahr eine einzigartige Atmosphäre, die das Klassik Open Air zu einem der beliebtesten Sommerveranstaltungen Nürnbergs macht.

    Ein Abend für alle Generationen

    Ob langjährige Liebhaber klassischer Musik oder Besucher, die das Event zum ersten Mal erleben – das Klassik Open Air verbindet Menschen. Zwischen Picknickkörben, guter Musik und einer entspannten Atmosphäre entsteht ein Sommerabend, der in Erinnerung bleibt.

    Nürnberg von seiner schönsten Seite

    Das Klassik Open Air zeigt, wie lebendig Nürnberg ist. Kultur, Gemeinschaft und Musik treffen auf eine der schönsten Grünanlagen der Stadt und machen die Veranstaltung jedes Jahr zu einem festen Bestandteil des Nürnberger Kultursommers.

    C/TY war dabei

    Auch wir von C/TY haben die besondere Stimmung eingefangen. Von den ersten Wolken am Abendhimmel über die eindrucksvolle Bühne bis hin zum Lichtermeer am Ende – Momente wie diese zeigen, warum wir Fotografie lieben.

    Sie planen eine Veranstaltung, benötigen professionelle Eventfotografie oder möchten Ihr Unternehmen authentisch präsentieren? Wir begleiten Veranstaltungen, Unternehmen und Marken mit hochwertigen Bildern und visuellen Inhalten.

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